Ziel ist es, soviele Wegpunkte wie möglich in korrekter Reihenfolge in möglichst kurzer Zeit abzusegeln.
Die WM Regatta wird aus drei Wettfahrten bestehen. Die Wertung erfolgt nach dem "Low-Point-System". Es gibt ein Streichresultat, die besten zwei Wettfahrten kommen in die Wertung. Die Wegpunkte werden zumindest 12h vor Start der jeweiligen Wettfahrt den Teams mitgeteilt. Die Gesamtstrecke entlang aller Wegpunkte wird ca. 2 bis 5km betragen. Oberstes Ziel ist, soviele Wegpunkte wie möglich in der korrekten Reihenfolge zu passieren. Ein Wegpunkt gilt als passiert, wenn sich das Boot ihm auf weniger als 25m nähert. Bei Booten, die gleich viele Wegpunkte erreicht haben, ist jenes weiter vorne in der Wertung, das in kürzerer Zeit zum letzten erreichten Wegpunkt gelangt ist.
Die Laufzeiten werden anhand der Länge der Wasserlinie kompensiert: t' = t * LWL^(1/3)
(basierend auf KLR-formula)
Bei diesem Bewerb müssen die Boote zeigen, dass sie in der Lage sind, über lange Zeit autonom zu segeln.
Für jedes Boot werden am See mehrere "Observation Points" in Form von GPS Koordinaten festgelegt. Die Distanz zwischen diesen Punkten beträgt mehrere Kilometer. Jedes Boot hat die ihm zugeteilten Observation Points in einer definierten Reihenfolge, in einer Schleife anzusegeln, wobei es bei jedem dieser Punkte 5 Stunden verweilen muss bevor es zum nächsten Punkt weiterfährt.
Die Jury bewertet die Teilnehmer des 48h Microtranst Trial anhand folgender Kriterien:
- Die Eignung des Bootes längere Zeit auf See zu bleiben.
- Wie schnell das Boot den Kurs bewältigt.
- Die Fähigkeit Position an einem fixen Punkt zu halten.
- Wie exakt das Boot den vorgegebenen Kurs segelt.
- Automatische Sicherheitsfunktionen.
- Einzige Antriebsquelle ist der Wind.
- Das Segelboot muss vollautonom sein. Menschliches Eingreifen ist nur im Notfall erlaubt.
- Das Segelboot muss energietechnisch autonom sein. Alle benötigten Batterien, Treibstoff oder andere stromerzeugenden Geräte müssen sich am Boot befinden.
- Sicherheit ist wichtiger als zu gewinnen.
- Die Teilnehmer dürfen nicht darauf abzielen, andere Boote zu blockieren oder zu kollidieren. Auch die absichtliche Störung durch Funksignale oder anderes elektronisches Equipment ist verboten.
- Die Funkausrüstung muss dem österreichischen und dem EU-Reglement entsprechen.
- Jeder Teilnehmer erhält eine GSM/GPS-basierte Ortungseinheit, die an Bord mitgeführt werden muss. Dieses Gerät arbeitet unabhängig vom allen anderen Systemen an Bord und ermöglicht eine Ortung des Bootes wenn es Hilfe benötigt. Es muss so am Boot angebracht werden, dass es ungestörten GPS- und GSM-Empfang hat.
- Jedes Boot muss seine GPS-Position mindestens alle 30 Sekunden mit protokollieren. Im Falle einer Störung der Tracking-Box wird diese Log-Datei von der Jury ausgewertet.
- Alle Passagiere der Begleitboote müssen Schwimmwesten tragen.
- Jede Boot muss über einen von außen zugänglichen Notaus-Schalter. Dieser muss alle Aktuatoren ausschalten.
- Das Boot muss außerhalb der definierten "Exclusion Zones" bleiben.
- Der Bootsbesitzer ist für Schäden am eigenen und an fremden Booten verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Schäden.
- Ein Warntext muss am Boot gut sichtbar angebracht sein, der darauf hinweist, dass es sich um ein autonomes Boot handelt, dem ausgewichen werden soll.
- Boote, die an dem 48h Microtransat Trial teilnehmen, müssen mit einer roten Backbord- und einer grünen Steuerbordlaterne ausgerüstet sein.
Igor Hantuch (SK)
Professor an der Technischen Universät Bratislava, Abteilung Automatisierungs- und Steuerungstechnik und aktiver Segler (Teilnahme an den ersten inoffiziellen Univeristätsmeisterschaften der EU in Zadar 2006).
Christian Kargl (AT)
Erster österreichischer Teilnahme am Transat 6,50 Charente-Maritime - Bahia im Jahr 2005. 4.400 Seemeilen Solo von Frankreich nach Brasilien. Sportlicher Leiter der Adriatic Sailing Week 2004.
Robert Schepp (DE)
Segler und Unternehmer im Bereich Yachtelektronik. Er beschäftigt sich seit Jahre mit der technischen Automatisierung von Segelyachten, sowohl im Modellbau als auch auf großen Booten.
- Bitte beachten Sie, dass der Neusiedlersee nicht sehr tief ist. Ihr Boot sollte daher einen Tiefgang von 1m nicht überschreiten!
- Am Neusiedlersee ist mit einer Strömung vom bis zu einem Knoten im Uhrzeigersinn zu rechnen.





